2003 Schweiz / Österreich - fun-bike.de

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2003 Schweiz / Österreich

Urlaub



Anreise


Über die Autobahn von Fulda - Schaffhausen - Zürich nach Hausen am Albis
Die gepackten Motorräder a
m Morgen vor unserer großen Tour
Ich auf der neuen F650GS Einzylinder und mein Mann mit der Yamaha BT1100 Bulldog

Erster Tag
Der Tag fängt mit Regen an. Nach dem es am Alpenrand aufgeklart hatte, dachten wir uns das es ein schöner Tag für den Klausenpass werden könnte. Natürlich sammelten sich die Regenwolken genau am Klausenpass. Nach ein paar Kilometern und immer stärkerem Regen bei der Anfahrt zum Pass entschieden wir uns doch für die Rückfahrt. Bei Gewitter im Hochgebirge kommt nicht wirklich Spaß auf. Auf dem Rückweg wurde das Wetter immer besser und so fuhren wir einen kleinen Umweg. Bei Schwyz fanden wir eine kleine Straße die über den Ibergeregg nach Einsiedeln führt. Diese Straße ist einspurig mit Viehgattern. Entsprechend vorsichtig sollte man diese Gatter passieren und natürlich auch auf Kühe achten die gerne mal auf der Straße spazieren gehen und auch was fallen lassen. Da die Straße nicht so breit ist, sollte man das Ganze gemütlich an gehen lassen, denn es gibt gelegentlich Gegenverkehr auf dieser Straße. Die Straße hat uns soviel Spaß gemacht, das wir sie noch öfters gefahren sind.


Zweiter Tag
Herrliches Wetter veranlasste uns zu einer großen Tour. Wir fuhren über die Autobahn bis zum Gotthard. Abfahrt Göschenen, ist die letzte vor dem Tunnel. Richtung Gotthard ging es zuerst über den Göschenenpass (1106m) nach Andermatt. Dieser Ort liegt genial für Motorradfahrer, denn man kann von dort vier Pässe in verschieden Richtungen anfahren. Wir entschieden uns für den Gotthard. Von der neuen Gotthardstraße waren wir ziemlich enttäuscht, weil sie sehr gut ausgebaut war (für die Dosen natürlich top). In Airolo angekommen befanden wir uns nun in der Italienischen-Schweiz. Von dort aus ging es gleich weiter zum Nufenenpass (2478m). Das war schon eher nach unserem Geschmack. Er hat zwar keine allzuheftigen Kurven, hat uns aber trotzdem viel Spaß gemacht. In Gletsch angekommen hat man ein tollen Blick auf den Grimsel- und Furkapass. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns für den Grimselpass. Von Gletsch aus ging es in breiten Kehren zum Grimsel hoch. Auf 2165m befindet sich ein kleiner See mit einem Restaurant. Das Panorama hier ist einzigartig und lädt zu einem Cafe ein. Bergab Richtung Meiringen bringt richtig Spaß beim Fahren, trotz einigem Verkehr ging es zügig voran. Die Serpentinen sind einfach nur geil und wir kamen mit einem breiten Grinsen unten an. Kurz vor Meiringen biegen wir nach Wassen ab. Über den Sustenpass (2224m) der auch sehr gut zu fahren ist geht es weiter Richtung Wassen. Unterwegs sollte man auf jeden Fall anhalten um sich den Steingletscher anzuschauen. Ein Foto ist es auf jeden Fall wert. Nach Durchfahrt des Meientals in Wassen angekommen entschieden wir uns nach einer kurzen Autobahnfahrt wieder für unsere Strecke über den Ibergeregg nach Hausen.


Dritter Tag
Nun ist es endlich soweit, der Klausenpaß ruft. Das Wetter passt und nach wenigen Autobahn Kilometern erreichen wir Brunnen. Dort fuhren wir an dem Urner See (ein Ableger des Vierwaldstätter See´s) am Ufer entlang. Diese Strecke bietet ein tolles Panorama aber der sehr starke Verkehr hält unseren Blick leider auf der Straße. In Altdorf angekommen biegen wir ab zum Klausenpass. Die Straße schlängelt sich durch das Schächental hinauf zum Pass, der eine Höhe von 1948m hat. Im oberen Teil ist er übrigens für LKW gesperrt. Der Pass lies sich sehr gut fahren ist aber nichts zum rasen. Bergab nach Glarus mussten wir wie fast auf jedem Pass wieder mal auf die Rindviecher Rücksicht nehmen. In Glarus angekommen entschieden wir uns noch einen Abstecher ins Klöntal zu machen. Nach 400 Höhenmetern erreichten wir den Klöntaler See. Der Blick der sich uns bot war Super. Der See lag sonnenverwöhnte in diesem Tal und wir entschlossen uns am Ufer noch ein Stück entlang zu fahren. Am Ende des Sees liegt übrigens ein sehr schöner Campingplatz. Hier machten wir erst mal Pause und futterten unser Lunchpaket. Dabei entdeckten wir ein Schild das es hier eine Passstraße Richtung Schwyz gibt, die in unserer Karte kaum zu erkennen war. Nach längerem überlegen entschlossen wir uns die Pragelstraße (ist übrigens Samstag und Sonntag gesperrt) zu fahren. Die Straße war komplett geteert aber nur einspurig und so schlängelten wir uns auf 1550m. Trotz der schmalen Straße war der Pass relativ gut befahren. Die Talfahrt war etwas schwieriger, denn die Fahrt durch ein Waldstück und die schmale Straße machte das ganze etwas unübersichtlicher. Da wir genau in Schwyz raus kamen fuhren wir natürlich wieder unsere „Hausstrecke“ über den Ibergeregg nach Hausen zurück.




Vierter Tag
Kein schöner Tag, Dauerregen war angesagt. So beschlossen wir bei unserer Freundin den Tag zu verbringen.





Fünfter Tag
Wie immer fing bei uns der Tag mit einem Stück Autobahn an, diesmal nur nach Luzern. Dort bogen wir ab auf die Bundesstraße 10 nach Wolhusen . Weiter Richtung Schlüpheim ging es auf einer unspektakulären Straße. Kurz hinter der Ortschaft bogen wir ab zum Glaubenbüelenpass (1611m). In Rudenz angekommen fuhren wir weiter Richtung Meiringen über den sehr stark befahrenen Brüningpass (1008m), wo wir oberhalb des Lungerer See unsere Mittagspause einlegten. In Innertkirchen bogen wir Richtung Sustenpass ab, um ein paar Kilometer später ins Gental abzubiegen. Dort führte eine Mautpflichtige Privatstraße hoch zum Engstensee (pro Motorrad 3SFr). Über eine sehr schmale Straße gelangten wir an die Mautstelle und dort bot sich uns ein Blick auf ein fantastisches Tal, was man sich unten gar nicht vorstellen konnte. Die Fahrt endete auf einem großen Parkplatz. Von dort aus gingen zahlreiche Wanderwege ab, doch mit den Motorradklamotten gingen wir nur die paar Meter zum See. Am Parkplatz befand sich eine kleine Käserei, wo man durch eine Glasscheibe in die Produktion einsehen konnte. Auf dem Rückweg brachte uns ein Linienbus auf der schmalen Straße ganz schön ins schwitzen. Unten gut angekommen mussten wir uns entscheiden ob wir den Sustenpass oder doch lieber den längeren Weg über den Grimsel- Furkapass nehmen. Gut aufgelegt entschieden wir uns für den längeren Weg. Der gut ausgebaute Grimselpass machte wie immer Laune. In Gletsch bogen wir dann ab auf den Furkapass. An Belvedere vorbei ging es diesmal ohne Stopp am Rhonegletscher, zur Furkapasshöhe (2431m). Der Rhonegletscher ist begehbar, schaut mal in dem Bericht von 2001 nach da befinden sich auch ein paar Bilder. Direkt hinter der Passhöhe wird die Straße enger, was wiederum mehr Aufmerksamkeit für die Straße erforderte. Da kam uns doch glatt ein Holländer mit Wohnwagen entgegen, obwohl der Furkapass für Anhänger gesperrt ist! Von Andermatt über den Göschenenpass ging’s weiter auf die Gotthardautobahn Richtung Altdorf. Die Autobahn ist eine der wenigen Straßen, in dieser Gegend der Schweiz, die in einem schlechten Zustand war. Die Bodenwellen waren so zahlreich das uns die Zähne trotz Sonnenschein klapperten. Unsere „Hausstrecke“ über den Ibergeregg war uns diesmal doch ein zu großer Umweg und so fuhren wir bis Goldau und dann am Ufer des Zuger See entlang über Zug, Baar nach Hausen.


Sechster Tag
Da das Wetter noch schön war, entschieden wir uns ein paar Tage nach Österreich zu fahren. Über die Autobahn 3 am Walensee vorbei durch Liechtenstein nach Feldkirch, weiter zum Arlbergtunnel. Da ein Tunnel der 14km lang ist keinen Spaß auf dem Motorrad macht, fuhren wir den Arlbergpass mit 1793m. Doch auch der Pass enttäuschte uns, denn er war langweilig zu fahren. Jetzt ging es auf einem Mix aus Autobahn und Landstraße weiter über Innsbruck nach Wörgl. Von dort aus weiter durch das Brixental nach Kitzbühel. Immer noch nicht an unserem Ziel dem Enzingerboden, mussten wir noch über den Pass Thurn mit 1274m nach Mittersill. Der Pass an sich wäre eigentlich schön zu fahren, aber da diese Straße direkt zum Felbertauerntunnel führt herrscht dort sehr viel Verkehr. Wir bogen in Mittersill Richtung Zell am See ab. Nach einigen Kilometern führte uns unser Weg in das Stubachtal (nicht zu verwechseln mit dem Stubaital). Zum Enzingerboden führt die Straße erst flach in das Tal bis zur Schneiderau. Von dort geht es mit etlichen Kehren auf 1479m hoch. Unsere Unterkunft dem Alpengasthof Enzingerboden
war uns schon durch viele Skiurlaube bekannt. Nach 500 km hatte es uns erstmal gereicht für den Tag.


Siebter Tag
Ein Traumwetter, trotz Sonntag entschlossen wir uns für die Großglocknerstraße, denn es sollte der letzte schöne Tag unseres Urlaubs sein. Also rauf auf das Motorrad, zuerst mussten wir ja wieder die Panoramastraße vom Enzingerboden nach Schneiderau fahren. Bergab die Kehren, das hatte auch was. Dann noch ca. 10 km durch das Stubachtal nach Uttendorf uns schon waren wir auf der Hauptstraße Richtung Großglockner. Bei Zell am See biegen wir ab auf die Großglocknerstraße. An der Mautstation, die schon 1142m hoch liegt, mussten wir erst mal zahlen. Da wir nicht im Vorverkauf (13,50 Euro) zugegriffen hatten mussten wir nun 17 Euro pro Motorrad bezahlen, konnten aber an diesem Tag soviel ein und aus fahren wie wir wollten. Doch der Verkehr an einem Sonntag ließ uns die Tour nur einmal fahren. Jetzt lagen 27 Kehren vor uns und wir genossen alle……Auf 2407m Höhe lag der Biker Point. Eigentlich hatten wir uns hier mehr versprochen, aber na ja. Von hier aus geht es zur Edelweißspitze. Diese Strecke hat noch den alten Straßenbelag (Kopfsteinpflaster) von 1935. Also nichts wie rauf, aber hier war Vorsicht angesagt. Durch den alten Belag und dem vielen Verkehr mussten wir ganz schön aufpassen, denn Anhalten in einer Kehre wäre ganz schön knifflig geworden. Oben auf 2571m angekommen hieß es erst mal Parkplatz suchen, wobei hier die Dosen das größere Problem hatten. Die Aussicht war Spitze, der Abstecher hier hoch hatte sich voll gelohnt. Über das Fuscher Törl (der höchste Punkt der Großglocknerstraße) durch zwei Tunnel kamen wir vom Salzburger Land nach Kärnten. Auf 1859m gab es den Abzweig zur 9km entfernten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Ein Abstecher ist absolut empfehlenswert. Hier stehen gute Parkmöglichkeiten für Motorräder zur Verfügung und der Blick auf den 3798m hohen Großglockner kann hier nur die Wolken verhindern, was bei uns leider eintraf. Strahlender Sonnenschein, nur der Großglockner versteckte sich. Dafür war der Blick auf die Pasterze (Gletscher) umso eindrucksvoller. Wieder zurück am Abzweig fuhren wir weiter nach Heiligenblut. Dort steht eine Kirche die wir uns ansahen. Ein Eis versüßte uns die Pause und dann nahmen wir den Rückweg in Angriff, die Großglocknerstraße von der Kärntner-Seite. Das Motorradfahren im Hochgebirge ist ein wahnsinniges Erlebnis. Die Großglockenerstraße ist am Wochenende zwar ziemlich überfüllt, machte uns aber trotzdem Spaß. Der Satz „Der Weg ist das Ziel“ trifft hier voll zu. Wieder am Enzingerboden angekommen, hielt uns diese Fahrt noch lange in seinem Bann und wir sprechen noch heute über diese Tour.



Achter Tag
Auf der nördlichen Seite der Hohen Tauern gibt es nicht so viele Touren die über sehr hohe Pässe führen. Wir entschieden uns die Umgebung noch etwas zu erkunden. Nach einem Abstecher ins Rauriser Tal, Hüttwinkeltal, und das Großarltal ging es über Bischofshofen nach Saalfelden. Dazwischen lag der Dientner Sattel mit 1375m und der Filzensattel mit 1292m. In Saalfelden angekommen drehten wir nach Zell am See ab, weil es doch immer stärker an fing zu regnen. Am Enzingerboden angekommen machten wir uns einen gemütlichen Nachmittag.

Neunter Tag

Wieder schlechtes Wetter und keine guten Aussichten für die nächsten Tage. So beschlossen wir unsere Heimfahrt nach Fulda. Die unspektakuläre Fahrt führte uns über den Pass Thurn nach Kitzbühel, Kufstein auf die Autobahn, über München, Nürnberg, Würzburg nach Fulda.

Fazit unserer Tour

Neun Tage und 3500km purer Fahrspaß werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die Schweiz mit seinen vielen Pässen hat uns besser gefallen wie Österreich, wobei der Großglockner in Österreich für uns ein Highlight war. Der Blick vom Furkapass auf den Grimselpass und umgekehrt, ist einer der schönsten Ausblicke die wir je gesehen haben. Die Alpen werden uns auf jeden Fall wieder sehen!


 
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