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2011 Gardasee

Urlaub
Vom 01.-09.07.2011
Ein kurze Entscheidungsphase und Gardasee war gebucht. Dank sei Internet und Kreditkarte und wir hatten für übermorgen ein Zimmer in Riva del Garda. Die Anreise sollte über zwei Tage mit Zwischenstopp im Ötztal sein. Also wurde gepackt. Ich mit Koffer (natürlich ausgezogen) und Topcase und mein Mann mit zwei Gepäckrollen. Italien wir kommen.
465km mussten bewältigt werden. Zuerst die A7 runter bis zum Ende. Gegen 12 Uhr hielten wir an der Raststätte Allgäuer Tor West an. Bis kurz davor regnete es fast ununterbrochen. Doch hier kam endlich die ersehnte Sonne zum Vorschein. Die Regenklamotten hielten ihr Versprechen, doch die Handschuhe gaben irgendwann unterwegs auf. Egal, Handschuhtausch, eine Kleinigkeit zu Essen, raus aus den Regenklamotten und weiter ging es. Am Ende der A7 weiter Richtung Fernpass, der natürlich stark befahren war und wir auf dem Pass eine Pause einlegten und dann weiter ins Ötztal eine Unterkunft suchen. An der Touri-Info holten wir uns zwei Adressen und wurden im „Hotel zum Hirschen“ fündig. Eine heiße Dusche, ein wunderbares Essen und uns ging es wieder gut.


Für heute lagen 220 km vor uns. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg Richtung Italien. Vor uns lag das wunderbare Timmelsjoch. Einfach wunderschön zu fahren. Das Wetter spielte auch mit, obwohl es auf dem Timmelsjoch gerade mal 2°plus waren. Durch das Passeiertal fuhren wir weiter bis „St. Martin in Passeier“.
 
Gegen 12 Uhr hielten wir in dem Örtchen an einem Einkaufsladen und deckten uns mit Mittagessen ein. Kurz hinter Meran auf dem Weg zum Gampenjoch fanden wir einen Parkplatz. Dort machten wir unsere Mittagspause mit herrlichem Blick auf Meran. Weiter ging es auf kleinen Straßen nach Mezzolombardo dort auf die Autobahn nach Trento und dann Richtung Gardasee. So langsam wurde es uns warm.
 
Gegen 15 Uhr kamen wir in Riva del Garda an und suchten unser Hotel. Das Hotel Gabry in der Via Longa 6 sollte für 7 Tage unsere Unterkunft sein. Nach einer Dusche spazierten wir in die Altstadt von Riva und ließen uns eine Pizza schmecken. Wir suchten uns deshalb Riva del Garda aus, weil wir abends die Motorräder stehenlassen und uns den heimischen Wein schmecken lassen wollten.
Am nächsten Morgen wollten wir zum Monte Bondone. Ein Tag zuvor bei unsere Anreise wollten wir eigentlich schon darüber fahren, aber ein Autorennen das „Trento – Bondone – Rennen“ vermasselte uns diese Tour. Nun versuchten wir es noch mal. Doch auch diesmal war die Strecke noch nicht frei. Unsere Tour auf dem Navi wurde ausgeschaltet und wir fuhren weiter der Nase lang. Mal sehen wo wir landeten. Wir fanden herrliche kleine Straßen und im Örtchen Lenzima wurden die Straßen immer enger. Was darauf folgte kann man nicht richtig mit Worten beschreiben. Die Kurven nach dem Örtchen wurden immer enger. In einer Kurve dachte ich wirklich nicht das ich da unbeschadet rum komme. Im ersten Gang so eng …. Ich dachte nur noch Augen zu und durch und hoffte auf keinen Gegenverkehr, denn sonst hätte ich definitiv verloren. Oben auf der Anhöhe angekommen mussten wir erstmal anhalten. Wir grinsten uns beide an und unser Adrenalinspiegel war erheblich angestiegen. Leider kam das auf dem Bild nicht wirklich rüber. Eine kleine Pause holte uns wieder auf die Erde zurück. Eine Gold Wing kam uns entgegen die aber aufgab in Anbetracht der kleinen Straßen. War vielleicht auch besser so.

 


Weiter ging es auf kleinsten Straßen bergab nach Riva. Unterwegs hatten wir einen tollen Blick auf den Gardasee. Es war Mittagszeit. Wir wollten aber noch zum Lago di Ledro. Dort oben angekommen machten wir eine größere Pause, genossen den See und futterten ein Stück Kuchen. Es war herrlich. Weiter ging es zum Lago D´Idro. Direkt hinter dem See bogen wir ab Richtung Gardasee. Eine tolle Strecke führte uns direkt an den See. Von über 900 Höhenmetern ging es auf 75m nach Gargnano. Nun ging es gemütlich am Gardasee wieder nach Riva zurück. Nach 250 tollen Kilometer fuhren wir auf unseren Parkplatz am Hotel unter Palmen. 
Der heutige Tag führte uns über den Höhenweg am Monte Baldo vorbei. Dort gab es unterwegs ein Motorradhotel, das einen genialen Blick auf den Gardasee frei gab. Hier am Bocca Navene Ristorante machten wir ein kleine Pause und fotografierten den Gardasee von oben. Einen Blick zur Ecke von Riva del Garda konnte man gerade so erhaschen. Weiter ging es auf einer schönen schmalen Strasse immer Richtung Süden. In Garda kamen wir wieder am See raus und dort machten wir Mittag. Direkt am See ließen wir uns Nudeln mit Pasta schmecken. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang ging es nun wieder Richtung Norden. Am Anfang noch etwas oberhalb vom See kamen wir in Pasola direkt auf die Uferstraße. Dieser folgten wir bis Riva del Garda. Noch viel Zeit bis zum Abend fuhren wir Richtung Ledrosee und bogen etwas später ab zum Tremalzo Pass. Von dieser Seite noch bis zur Anhöhe für Motorräder freigegeben ist oben Schluss. Hier geht es nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß weiter. Mit einer Sondergenehmigung soll man angeblich den Pass zum Gardasee runter befahren dürfen. Wir machten schon eher Schluss, weil der Nebel uns einlullte und wir eh vor hatten bei schönerem Wetter noch mal zu kommen. So traten wir die Heimfahrt zu unserem Hotel an.
Nach dem obligatorischem Tanken vor unseren Touren machten wir uns auf die andere Richtung von dem Lago di Ledro zu erkunden. Richtung Norden ging es bis nach Fiave. Dort Richtung Westen nach Tione di Trento weiter durch das Tal nach Creto. Dort in ein Seitental zum Lago di Malga Bissina auf 1200m Höhe. Nach einem kleinen Spaziergang mit Fotoshooting fuhren wir die schöne Straße wieder nach unten. Zum Lago Morandin wo wir uns eine kleine Pause in einem Cafe gönnten. Im Tal angekommen fuhren wir Richtung Idrosee um aber vorher zum Tremalzo Pass abzubiegen. Diesmal hatte wir eine bessere Sicht und fuhren bis zum Restaurant, wo Ende für Motorräder ist und wir unsere Fotos schießen konnten. Zurück zum Hotel ließen wir wie immer in der Altstadt von Riva del Garda unseren Abend ausklingen. 
Der nächste Tag führte uns in einer Rundreise nördlich vom Gardasee endlich zum Monte Bondone auf 1650m hoch. Wir fuhren ihn bergab bis kurz vor Trient kehrten um und fuhren die tolle Straße wieder nach oben. Trient mit Motorrad und den dazugehörigen Klamotten ließen und bei 30° dann doch umkehren. In Ronzo Chienis bogen wir ab nach Santa Barbara. Dort ging es den kleinen Pass von 1170m auf 100m genial runter. Zurück in unser Hotel machten wir eine kleine Siesta um abends wieder in der Altstadt einen Wein zu trinken. Übrigens hatten wir ein Lokal gefunden das zum Campingplatz von Riva gehörte. Dort aßen wir jeden Abend vorzüglich zu einem angemessenen Preis zu Abend. 





Heute war Ruhetag angesagt, das Wetter spielte eh nicht mit, es sollte nämlich ein gewittriger Tag werden. Gegen Nachmittag ging es dann auch los. Es wurde stockdunkel und ein sehr heftiges Gewitter ging runter. Wir verbrachten den Tag mit Spaziergängen in und um Riva. Ein Ausflug auf den Turm Apponale im Herzen der Altstadt brachte uns einen wunderschönen Ausblick auf Riva.


Heute nach dem Tanken ging es Richtung Osten nach Rovereto. Hinter Rovereto in Calliano bogen wir nach Folgaria ab. Dort drehten wir eine wunderschöne Runde durch die Berge von Venetien bis nach Arsiero. Die Straßen dort oben waren nicht immer im besten Zustand so dass wir doch einen Gang runterschalteten und die steil abfallenden Straßen immer im Auge hatten. Mir war es nicht ganz so einerlei. Zurück in Riva verbrachten wir unseren letzten Abend in der schönen Altstadt. 

Am nächsten Tag fuhren wir ausgeruht über die Autobahn nach Hause. Der Weg kennt jeder, der Brenner, der Fernpaß und dann die A7 hoch bis Fulda. 
Fazit:
Der Gardasee sieht uns wieder, definitiv. Ein wundervolles Motorradgebiet mit vielen Möglichkeiten in alle Richtungen. Die drei Regionen Trentino-Südtirol, Venetien und die Lombardei kommen hier zusammen. Jedes hat seinen eigenen Charme. Nach knapp 2500km ein schöner und unfallfreier Urlaub. Was will man mehr. 
 
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