WE - Altmühltal 2012 - fun-bike.de

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

WE - Altmühltal 2012

Tages- und Kurztouren

Ein Wochenende im Altmühltal


Am Mittwoch dem 25.04.2012 beschlossen wir ein Wochenende im Altmühltal zu verbringen. Das Wetter sollte genial werden (naja, was man so in Deutschland als genial bezeichnet) und mein Mann hatte sein freies Wochenende. Wir hatten uns einige Unterkünfte im Internet gesammelt und nach dem dritten Anruf hatte es geklappt. Ein kleines Hotel in Kinding am Marktplatz nicht weit von der Autobahn und direkt im Altmühltal. Günstig und mit einem Biergarten, Herz was willst du mehr.
Am Freitag wollten wir gegen 16 Uhr los. Die Motorräder waren gepackt und mein Startknopf gedrückt. Mein Mann schaute mich plötzlich an und schüttelte mit dem Kopf. Was ist denn nun los dachte ich so und bemerkte sein Motorrad war immer noch aus. Kein Strom, komplett TOT!!!  So ein Mist, dachte ich, was nun. Mein Mann blieb eigentlich relativ ruhig. Er rödelte das Gepäck ab, nahm die Sitzbank runter und machte zwei Schrauben los und die Batterie lag vor uns. Unser Messgerät zeigte gerade mal 5 Volt an, zu wenig zum Starten. Da wir auch kein Benzin hatten, fuhr ich mit meinem Motorrad und mein Mann mit dem Auto zur Tanke. Einmal Benzinkanister volltanken und ich mein Motorrad. Zurück in der Garage betankten wir die  Bulldog mit 5 Liter. Das Motorrad wurde vor das Auto geschoben und mit dem Überbrückungskabel gestartet. Ging einwandfrei. Nun alles wieder einbauen, Sitzbank drauf und das Gepäck befestigt. Es konnte losgehen, mit einer Stunde Verspätung. Nur gut das wir in der Unterkunft gesagt hatten, das es spät wird. Anscheinend hatte mein Mann mal wieder das Standlicht angelassen, ein paar Tage das macht die Batterie dann doch nicht mit….
Die geplante Fahrt ging über die Autobahn. Ich hoffte nur dass die Bulldog an der nächste Tanke wieder anspringen würde. Kurz hinter Würzburg war es dann soweit, mein Mann musste tanken. Doch siehe da, die Bulldog ließ uns nicht im Stich. Sie sprang an, als wenn nichts gewesen war. Nürnberg flog an uns vorbei und schon waren wir an der Abfahrt Kinding. Gegen 19.30 Uhr trafen wir im Gasthof Krebs ein. Schnell unter die Dusche und runter zum Essen. Es gab Wild auf der Speisekarte was wir uns munden ließen.  Ein kühles Bier und Radler rundete den schönen Abend ab.

Am Samstag weckte uns die Sonne. Ein strahlend blauer Himmel lud uns zum Fahren durch das Altmühltal ein. Also runter zum Frühstücksbuffet und gestärkt starteten wir mit der gut anspringenden Bulldog zu unserer Tour. Die Temperaturen lagen noch in einem angenehmen Bereich, doch der Tag sollte sehr warm werden. Von Kinding aus folgten wir der Altmühl flussaufwärts.


Durch Eichstätt bis nach Markt Berolzheim. Dort verließen wir den Fluss und schwenkten nach Süden ab Richtung Donau. Kleine Landstraßen führten uns an einem See vorbei über  Wemding oberhalb von Donau-Wörth nach Leitheim an die Donau. In Neuburg an der Donau machten wir unsere Mittagspause. Unterhalb des Schlosses fanden wir einen Parkplatz und stiegen auch gleich zu dem Schloss auf.

Ein wunderschöner Blick auf Neuburg belohnte uns. Unser Hunger führte uns zum Schrannenplatz auf dem ein Markt stattfand. Daneben gab es einen Biergarten in dem wir uns niederließen und eine Terrine Suppe aßen. Gestärkt verließen wir den Platz und belohnten uns noch mit einem Eis aus einer Eisdiele gegenüber unsere Parkplätze. Im Schatten genossen wir das kühle Eis und merkten dass die Temperaturen die 30° überschritten hatten. Egal, rein in die Motorradkluft und weiter ging es an der Donau entlang. Aber nur kurz, denn durch Ingolstadt wollten wir bei der Wärme nicht fahren. So fuhren wir weiter Nordost durch den Köschinger Forst nach Altmannstein. Von dort wieder Richtung Süden nach Neustadt a.d.Donau  um an der Donau entlang zum Kloster Weltenburg zu gelangen. Eines des ältesten Klosters Deutschlands mit der Klosterschenke Weltenburg. Dieser Biergarten im Klosterhof lädt zum Verweilen ein, was wir dankbar annahmen, aber nicht ohne vorher die Kirche zu besuchen. Die kühle der Klosterkirche fanden wir sehr angenehm, denn der Weg vom Parkplatz zum Kloster bei über 30° zog sich über fast einem Kilometer Länge hin.


Nach der Abkühlung in der Kirche fanden wir einen Platz im doch sehr vollen Biergarten und mussten den anderen beim Biertrinken zuschauen. Ein kurzer Blick auf unsere Motorradklamotten überzeugte auch die Bedienung das wir „nur“ ein Wasser wollten. Ein Stück Käsekuchen ließen wir uns noch schmecken bevor wir in der Wärme den Rückmarsch zu den Motorrädern angingen. In Kelheim trafen wir wieder die Altmühl. Hier ist die Altmühl sehr breit, weil sie mit dem Main-Donaukanal zusammen in die Donau mündet. Nicht weit von Kelheim erspähten wir eine Burg. In Prunn lasen wir das es hier eine Burg Prunn gibt. Ein Schwenk nach Prunn und wir folgten den Wegweiser zur Burg. Oben angekommen mussten wir viele Stufen bergab vom Parkplatz zur Burg laufen. Ging ja richtig gut, aber wir mussten diese dann ja wieder bergauf steigen, ich ahnte schlimmes. OK, erst mal die Burg angeschaut Fotos geschossen und den Ausblick genossen.


Die 30° verfolgten uns immer noch, der Aufstieg fiel in den Klamotten nicht ganz leicht, aber wir schafften es. Oben ein Schlug aus der Wasserflasche ließ uns schütteln, so warmes Wasser hatte ich noch nie im Topcase, bäh….. egal, es ging weiter. Ein kleiner Schwenk in Gundfing den Berg hoch über Sankt Gregor ließ uns eine wunderschöne kurze Strecke die Altmühl vergessen. In Dietfurt teilt sich der Main-Donau-Kanal von der Altmühl wieder ab. Über Beilngries fuhren wir dann wieder die Altmühl entlang bis wir in unserem Hotel Krebs nach 320 km ankamen.

Am Sonntag mussten wir leider wieder zurück. Der Tag fing verhangen an. Es sah nach Regen aus. Nach unserem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns Richtung Nord-Westen per Landstraßen auf. Eine wunderschöne Tour sollte es werden. Die Landschaft veränderte sich öfters. Zwischen Nürnberg und Würzburg ging es in Geiselwind zum Tanken. Im MacDonald gönnten wir uns einen Burger. Gestärkt ging es weiter. Kaum Bundesstraßen und fast nur kleine Landstraßen ließ uns das Wetter vergessen. Die Temperaturen waren sehr angenehm und die dunklen Wolken ließen wir links liegen. Kurven die im Altmühltal gefehlt hatten gestalteten die Heimfahrt genial. Nach 288 km kamen wir trocken und müde zu Hause an.

Das Fazit:

Die Tour brachte uns 870 km schneller zur nächsten Inspektion. Die reine Fahrtzeit betrug 12 Stunden. Unterwegs waren wir knapp 19 Stunden. Die Landschaft reizvoll, das Motorradfahren für unsere Geschmäcker etwas zu wenig kurvig. Im Donautal etwas zu langweilig aber das Altmühltal zum Fahren OK. Die Heimfahrt mit den Landstraßen genial.
Ein schönes Wochenende mit schönem Wetter und das Hobby Motorradfahren. Herz was willst du mehr …….


 
kostenloser Unofficial WsX5 Counter!
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü